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Tach auch. Die überall um sich greifenden Umweltschutzanforderungen haben ja inzwischen auch die Biker erreicht. Seit dem 1. April 2006 müssen sich auch Motorräder in Zusammenhang mit der Hauptuntersuchung (HU) einer Abgasuntersuchung unterziehen und zum TÜV navigieren. Diese Neuregelung gilt für alle kennzeichenpflichtigen Krafträder, die seit dem 1. Januar 1989 erstmals zugelassen worden sind. Fahrzeuge, die davor in den Verkehr gekommen sind und zulassungsfreie Fahrzeuge sind von der AUK (Abgasuntersuchung an Krafträdern) befreit.
Bei der AUK wird geprüft, ob die Abgaswerte den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und in dem vom Hersteller für das jeweilige Motorrad veröffentlichten Spektrum liegen. Ziel dieser regelmäßigen Kontrollen ist es, mögliche Verschlechterungen des Schadstoffausstoßes festzustellen. Diese können aufgrund verschleißbedingter Umstände und fehlerhaft ausgeführter Reparaturen oder unterbliebener Pflege hervorgerufen werden. Daneben soll auch der so beliebten eigenmächtigen Veränderung an der Abgasanlage vorgebeugt werden. Ich glaube aber, dass dem verbreiteten Anbau nicht erlaubter Auspufftöpfe und der teilweise sehr kreativen, aber nicht genehmigten Bastelarbeiten zur Soundverbesserung dadurch nur bedingt Einhalt geboten werden kann. Schließlich fährt wohl niemand mit einem verbotenen Auspuff zur Untersuchung.
Gemessen wird bei der AUK der Kohlenmonoxidgehalt, bekannt als CO, im Leerlaufabgas. An Maschinen mit Katalysator wird dabei im erhöhten Leerlauf-Bereich geprüft. Sowohl der AUK-Test als auch die TÜV-Hauptuntersuchung müssen im 2-Jahres-Takt durchgeführt werden. Die Hauptuntersuchung gilt jedoch nur in Verbindung mit positiv erfolgter AUK-Prüfung als bestanden.
Allgemein sollen die Ergebnisse der AUK-Prüfungen recht positiv sein. Nur 1,3 Prozent der Maschinen fallen dabei im Schnitt durch und bei 5,5 Prozent werden Mängel festgestellt. Der Grund ist wohl in der im Allgemeinen guten Pflege der Motorräder zu sehen. Ich empfehle deshalb gerade abgasrelevante Bauteile wie Vergaser, Zündung, Luftfilter und Auspuffanlage häufig zu warten und in Schuss zu halten. Denn ohne bestandenen AUK-Test gibt es auch keine HU-Plakette.
Ich reinige vor der Abgasprüfung stets den Vergaser und stelle ihn neu ein. Außerdem sollten die Luft-Korrekturschrauben und Drosselklappen justiert werden. Zum Schluss noch die Zündkontakte und den Luftfilter auf Verschleiß untersuchen und nötigenfalls austauschen. Dann dürfte beim AUK-Test nichts mehr schief gehen.
Auch interessant: Wer Information zur Abgasuntersunchung bzgl. Umbau auf Autogas sucht, der sollte mal bei Autogasumrüstung vorbeischauen. Habe mir meinen Opel nämlich auch umrüsten lassen … Lohnt sich ![]()

Mai 9th, 2008 at 11:54
[...] Achtung Abgasuntersuchung [...]