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Motorrad-Kult

Mein Motorrad und alles, was dazu gehört.
30.04.2008

Jeder kennt wohl die Frage, welches Motoröl soll das gute Stück denn schlucken? Ich meine, es muss nicht immer das vom Hersteller empfohlene Öl sein, denn vielfach beruht die Angabe nur auf vertragliche Bindungen mit bestimmten Ölfirmen. Wichtig ist nur, dass es die für dieses Motorrad und die Art seiner Verwendung vorgegebene Viskosität und Klassifizierung hat. Um dann aber auch qualitativ hochwertiges Öl zu erwischen, sollte die empfohlene API-Spezifikation überstimmen. Auf jeden Fall sollte das Motoröl extra für Motorräder und kein Allzwecköl sein, weil nur dieses die entsprechenden Grundöle und Additive besitzt, die den Belastungen in der Kupplung oder dem Getriebe gewachsen sind.

Ich denke, für den Normalbetrieb ist ein Mineralöl vollkommen ausreichend. Sollten im Winter jedoch immer wieder Kaltstarts erfolgen, würde ich eher zu einem synthetischen Öl greifen. Das gleiche gilt für Rennmaschinen, deren Motoren wesentlich stärker beansprucht werden. Da ich auch im Winter fahre, nehme ich dann stets Synthetiköl, weil es eine höhere Viskositätsspanne hat als die Mineralöle. Dies fördert die Schmierung und die Maschine springt besser an.

Wer ein nagelneues Motorrad sein eigen nennt, sollte zum Einfahren aber auf jeden Fall erst ein Mineralöl verwenden. So wird der gewünschte Anfangsverschleiß der Zahnräder und Lager vorangetrieben und die Teile stimmen sich besser aufeinander ab. Später kann man dann problemlos auf synthetisches Öl wechseln. Weil die Möglichkeit besteht, dass das neue Synthetiköl alte Ablagerungen des Mineralöls löst, würde ich den nächsten Ölwechsel schon etwas früher machen als normalerweise nötig. Muss man in der Gewährleistungszeit jedoch noch den Inspektionsplan einhalten, sollte man keinen eigenständigen Ölwechsel machen, sondern dafür lieber in die Werkstatt fahren.

Außerdem ist es wichtig, auch den Ölfilter in regelmäßigen Abständen mit zu wechseln, denn der verstopft mit der Zeit ebenfalls und das Öl kann nicht mehr richtig zirkulieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass dadurch auch das alte Öl aus dem Ölfiltergehäuse entfernt wird. Im Grunde reicht es, die vorgegebenen Wechselzeiten einzuhalten, denn zu häufiger Ölwechsel verbessert die Motorleistung auch nicht. Dagegen kann sehr altes Öl dem Motor schaden.
Mit sauberem Öl läuft das Motorrad jedenfalls wie geschmiert!

Ciao



2 Antworten auf “Motoröl nicht gleich Motoröl?”

  1. Einspritzanlagen » Beitrag » Motorrad-Kult Says:

    [...] Motoröl nicht gleich Motoröl? [...]


  2. Wichtig für eine Motorradreise » Beitrag » Motorrad-Kult Says:

    [...] Dinge zu überprüfen, die für eine reibungslose Funktion der Maschine wichtig sind. Der Stand des Motoröls, des Kühlwassers und der Bremsflüssigkeit steht hier an erster Stelle. Falls das Bremsfluid schon [...]



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