www.motorradfrage.net: Die große Ratgeber-Community für gute Fragen und hilfreiche Antworten

Weitere Tipps zum Thema Motorrad finden Sie auf www.motorradfrage.net

Blank

Motorrad-Kult

Mein Motorrad und alles, was dazu gehört.
07.03.2011

Nicht selten kommt es vor, dass auch Motorradfahrer bei der mpu anzutreffen sind, sich also einer Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung unterziehen müssen. Noch immer ist die MPU in vielen Köpfen mit Vorurteilen behaftet, so wird sie beispielsweise gerne als „Idiotentest“ bezeichnet. Dass dies nicht stimmt, soll der folgende Artikel klären, der sich mit der MPU und ihrer Funktion auseinandersetzt.

Bei der mpu soll niemand wegen seiner intellektuellen Fähigkeiten diskriminiert werden- hier wird die Fahreignung des Betroffenen überprüft. Hierzu sind verschiedene Verfahren nötig, die sich unter dem Sammelbegriff MPU vereinen. Zu den Testverfahren der MPU gehört beispielsweise das medizinische Gutachten. Dabei werden verkehrsmedizinische diagnostische Verfahren durchgeführt. So überprüft man den Betroffenen auf Alkohol- oder Drogenabhängigkeit bzw. -missbrauch. Es wird ein Check des Körpers durchgeführt und der Arzt befragt den Klienten nach seiner medizinischen Vorgeschichte.

Weiterhin werden wichtige Leistungen, die vor allem die Sinneswahrnehmung betreffen und die für eine reibungslose Reaktion im Straßenverkehr von Bedeutung sind, geprüft. Dazu gehören ein Sehtest, ein Reaktionstest am Computer, die Test von Aufmerksamkeit sowie der Konzentrationsfähigkeit. Diese Verfahren werden unter dem Punkt Leistungsdiagnostik zusammengefasst.

Der dritte Bestandteil bei der mpu ist das psychologische Testverfahren. Hier kommt es auf die Einsicht des Klienten an, sein früheres Fehlverhalten im Straßenverkehr zu reflektieren und es zukünftig ändern zu wollen. Diese Diagnostik wird durch ein Gespräch stattfinden, welches aufgezeichnet wird. Als erfolgreich gilt dieser Punkt, wenn man das sich vorgenommene neue Verhalten über 6 Monate einhalten kann. Bei Motorradfahrern spielt hier häufig das zu schnelle Fahren eine große Rolle oder schnelle Überholmanöver, die Autofahrer verunsichern können.

Jeder, der seinen Führerschein erworben hat, kann die MPU auch schaffen. Voraussetzung hierfür ist allerdings die Bereitschaft, wirklich etwas an seinem Fahrverhalten ändern zu wollen, gerade auch mit Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer. Leider vergessen viele Motorradfahrer, dass die Landstraßen nun einmal keine Rennstrecken sind!


Kommentieren ist hier nicht möglich.