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Motorrad-Kult

Mein Motorrad und alles, was dazu gehört.

Eine weitere Errungenschaft im Bereich Umweltschutz und Straßenverkehr sind die neu eingeführten Umweltplaketten. Seit Januar 2008 gelten auch für Deutschland die drei Farben Rot, Gelb und Grün nicht mehr nur an der Ampel, sondern auch am Auto selbst. Nach dem bisherigen Stand der Dinge betrifft diese Regelung nur PKW und LKW. Inwieweit zukünftig auch Motorräder oder Trikes in den Genuss dieser Farbenpracht kommen, bleibt abzuwarten. Schließlich wurden inzwischen ja auch Abgasuntersuchungen für Krafträder eingeführt. Darüber hinaus wurde die Hauptuntersuchung für Motorräder ebenfalls erweitert, denn nun ist eine zusätzliche Geräuschprüfung durchzuführen. Sie wird vom Prüfer in einer subjektiven Einschätzung der Geräuschentwicklung vorgenommen. Hat er den Eindruck, da stimmt was nicht, kann er im Rahmen einer Ergänzungsuntersuchung eine Standgeräuschmessung folgen lassen.

Da man sich immer weiterführende Kontrollmaßnahmen rund um Motoren einfallen lässt, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass man sich diese zusätzlichen Einnahmen nicht auch von Zweiradfahrern holen will. Bisher haben bereits Berlin, Hannover und Köln Umweltzonen in ihren Städten eingerichtet. Doch auch andere Städte haben bereits angekündigt, diesem Beispiel zu folgen. Das Einfahren in diese Zonen ist dann ohne die entsprechende Plakette verboten. Zuwiderhandlungen werden mit Bußgeldern in Höhe von 40 Euro geahndet. Doch damit nicht genug - oben drauf gibt es noch einen Punkt in Flensburg.

Also achtet darauf wenn ihr mal wieder eine Motorrad-Reise in eine andere Stadt macht, ob euer Bike womöglich schon um einen weiteren Aufkleber erweitert sein muss


09.05.2008

Tach auch. Die überall um sich greifenden Umweltschutzanforderungen haben ja inzwischen auch die Biker erreicht. Seit dem 1. April 2006 müssen sich auch Motorräder in Zusammenhang mit der Hauptuntersuchung (HU) einer Abgasuntersuchung unterziehen und zum TÜV navigieren. Diese Neuregelung gilt für alle kennzeichenpflichtigen Krafträder, die seit dem 1. Januar 1989 erstmals zugelassen worden sind. Fahrzeuge, die davor in den Verkehr gekommen sind und zulassungsfreie Fahrzeuge sind von der AUK (Abgasuntersuchung an Krafträdern) befreit.

Bei der AUK wird geprüft, ob die Abgaswerte den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und in dem vom Hersteller für das jeweilige Motorrad veröffentlichten Spektrum liegen. Ziel dieser regelmäßigen Kontrollen ist es, mögliche Verschlechterungen des Schadstoffausstoßes festzustellen. Diese können aufgrund verschleißbedingter Umstände und fehlerhaft ausgeführter Reparaturen oder unterbliebener Pflege hervorgerufen werden. Daneben soll auch der so beliebten eigenmächtigen Veränderung an der Abgasanlage vorgebeugt werden. Ich glaube aber, dass dem verbreiteten Anbau nicht erlaubter Auspufftöpfe und der teilweise sehr kreativen, aber nicht genehmigten Bastelarbeiten zur Soundverbesserung dadurch nur bedingt Einhalt geboten werden kann. Schließlich fährt wohl niemand mit einem verbotenen Auspuff zur Untersuchung.

Gemessen wird bei der AUK der Kohlenmonoxidgehalt, bekannt als CO, im Leerlaufabgas. An Maschinen mit Katalysator wird dabei im erhöhten Leerlauf-Bereich geprüft. Sowohl der AUK-Test als auch die TÜV-Hauptuntersuchung müssen im 2-Jahres-Takt durchgeführt werden. Die Hauptuntersuchung gilt jedoch nur in Verbindung mit positiv erfolgter AUK-Prüfung als bestanden.

Allgemein sollen die Ergebnisse der AUK-Prüfungen recht positiv sein. Nur 1,3 Prozent der Maschinen fallen dabei im Schnitt durch und bei 5,5 Prozent werden Mängel festgestellt. Der Grund ist wohl in der im Allgemeinen guten Pflege der Motorräder zu sehen. Ich empfehle deshalb gerade abgasrelevante Bauteile wie Vergaser, Zündung, Luftfilter und Auspuffanlage häufig zu warten und in Schuss zu halten. Denn ohne bestandenen AUK-Test gibt es auch keine HU-Plakette.

Ich reinige vor der Abgasprüfung stets den Vergaser und stelle ihn neu ein. Außerdem sollten die Luft-Korrekturschrauben und Drosselklappen justiert werden. Zum Schluss noch die Zündkontakte und den Luftfilter auf Verschleiß untersuchen und nötigenfalls austauschen. Dann dürfte beim AUK-Test nichts mehr schief gehen.

Auch interessant: Wer Information zur Abgasuntersunchung bzgl. Umbau auf Autogas sucht, der sollte mal bei Autogasumrüstung vorbeischauen. Habe mir meinen Opel nämlich auch umrüsten lassen … Lohnt sich :)


30.04.2008

Hey, ich bin ein Freund von langen Motorradtouren mit oft sehr vielen Kollegen (Ein absoluter Tipp ist übrigens die Insel Rügen - da waren wir letztes WE. Sehr geil!). Da es schwierig ist, eine große Zahl von Fahrern mit unterschiedlichen Maschinen geordnet zusammenzuhalten, ist es wichtig, vorher eine Lagebesprechung abzuhalten. Dabei werden die zu fahrende Strecke, Stopps für Pausen oder zum Tanken sowie Treffpunkte vereinbart, falls man sich verliert. Wann jeweils getankt werden muss, entscheidet das Motorrad mit der geringsten Reichweite.

Damit alles unterwegs reibungslos abläuft, sollte man auch bestimmte allgemein verständliche Handzeichen verabreden, um etwa unvorhersehbare Unterbrechungen, Streckenabweichungen oder gefährliche Situation schnell anzeigen zu können.
Am sichersten fahren die einzelnen Motorräder in entsprechendem Abstand versetzt hinter einander, damit ein eventuell nötiger Bremsweg nicht vom Vordermann behindert wird und um eine bessere Übersicht zu behalten.

Anführen sollte die Gruppe ein erfahrener Biker, der die Geschwindigkeit und den Tourverlauf bestimmt. Dahinter fahren Neulinge und langsamere Motorräder, die auf diese Weise schneller Kontakt mit dem Führenden aufnehmen können, wenn es ihnen zu flott geht. Am Schluss sollte ebenfalls ein alter Hase hoppeln, der bei Pannen helfen und anschließend die Zurückgebliebenen wieder zur Hauptgruppe führen kann.

Jeder Fahrer muss ständig den Hintermann beobachten, ob dieser immer dran bleibt oder überraschend anhalten muss. So kann er dem Führungsfahrer signalisieren, dass hinten etwas nicht stimmt.

Auch in einer Gruppe ist jeder Fahrer für sich allein verantwortlich und muss beim Überholen oder an Kreuzungen selber nach anderen Verkehrsteilnehmern schauen. Zu leicht lässt man sich von den anderen mitziehen. Überholvorgänge sollten immer in der Reihenfolge des Trosses erfolgen. Überholt ein fremdes Fahrzeug die Kolonne, muss diesem stets die Möglichkeit gegeben werden, bei plötzlichen Gegenverkehr einscheren zu können.

Pausenstopps werden nur auf ausreichend großem Gelände abgehalten, auf dem alle Fahrer genügend Platz finden, sonst könnten die letzten der Gruppe noch am Straßenrand stehen und vom restlichen Verkehr gefährdet werden. Mit diesem Tourenablauf sind wird immer gut und sicher gefahren.

Viel Spaß beim Touren


30.04.2008

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Wenn er sie mit dem Motorrad tut, hat er viel zu schrauben ;-) Lange Reisen erfordern eine gute Vorbereitung, damit das Motorrad tadellos läuft. Vor Antritt der Fahrt sind einige Dinge zu überprüfen, die für eine reibungslose Funktion der Maschine wichtig sind. Der Stand des Motoröls, des Kühlwassers und der Bremsflüssigkeit steht hier an erster Stelle. Falls das Bremsfluid schon älter ist, lieber neues auffüllen.

Da bei längeren Reisen viel Gepäck aufgeladen wird, sollten die Bremsbeläge noch eine ausreichende Stärke aufweisen und vielleicht auch die Federung dem erhöhten Gewicht angepasst werden. Die Tauglichkeit der Beleuchtung muss ebenfalls gecheckt werden. Ersatzglühbirnen und Werkzeuge sind hoffentlich immer dabei. Außerdem sollte der TÜV nicht gerade mitten im Urlaub ablaufen. Das gleiche gilt für den eigenen Personalausweis oder Reisepass. In einige Länder darf man nur einreisen, wenn der Ausweis noch mindestens drei Monate Gültigkeit hat. Auch die Notwendigkeit eines Visums sollte im Vorfeld abgeklärt werden.

Bei Fahrten ins Ausland ist zu beachten, dass in vielen europäischen Ländern das Mitführen eines Erste-Hilfe-Sets vorgeschrieben ist. Wer noch kein Europa-Kennzeichen hat, muss einen D-Aufkleber anbringen.

Neben der Absicherung des Motorrads sollten aber auch die persönlichen Versicherungen vorhanden sein. Eine Unfallversicherung oder eine Reiseversicherung kämen hier in Frage. Ein Auslandsschutzbrief und eine Auslandskrankenversicherung sind ebenso hilfreich. Manche Kraftfahrzeugversicherungen bieten auch einen integrierten Schutzbrief mit an. Ein Unfall im Ausland kann sehr schnell teuer werden. Deshalb empfiehlt es sich die Unterlagen genau zu prüfen nicht dass man seinem Partner im Nachhinein erklären muss, das das Baugeld für das Eigenheim erstmal anders verwendet werden muss …

Je nachdem, wohin die Reise geht, sollte der Motorradhelm in sonnigen Regionen ein getöntes Visier haben oder in den Bergen mit vielen Tunnelfahrten eher ein klares Visier. So wie man kleine Mengen an Ersatzflüssigkeiten für das Motorrad (Öl, Kühl- und Bremsflüssigkeit, Kettenfett) dabei haben sollte, ist es auch wichtig genügend Getränke für den Fahrer an Bord zu haben.

Für nasse Tage eignen sich Regenkombis oder man trägt gleich membrangeschützte Motorradkleidung. Die Menge der Ersatzkleidung sollte sich aufgrund der geringen Lademöglichkeit auf der Maschine ebenfalls in Grenzen halten. Vielleicht braucht man ja auch noch etwas Platz für Mitbringsel aus dem Urlaub - am besten einen Rucksack gutes Wetter!

Na dann man los!


30.04.2008

Jeder kennt wohl die Frage, welches Motoröl soll das gute Stück denn schlucken? Ich meine, es muss nicht immer das vom Hersteller empfohlene Öl sein, denn vielfach beruht die Angabe nur auf vertragliche Bindungen mit bestimmten Ölfirmen. Wichtig ist nur, dass es die für dieses Motorrad und die Art seiner Verwendung vorgegebene Viskosität und Klassifizierung hat. Um dann aber auch qualitativ hochwertiges Öl zu erwischen, sollte die empfohlene API-Spezifikation überstimmen. Auf jeden Fall sollte das Motoröl extra für Motorräder und kein Allzwecköl sein, weil nur dieses die entsprechenden Grundöle und Additive besitzt, die den Belastungen in der Kupplung oder dem Getriebe gewachsen sind.

Ich denke, für den Normalbetrieb ist ein Mineralöl vollkommen ausreichend. Sollten im Winter jedoch immer wieder Kaltstarts erfolgen, würde ich eher zu einem synthetischen Öl greifen. Das gleiche gilt für Rennmaschinen, deren Motoren wesentlich stärker beansprucht werden. Da ich auch im Winter fahre, nehme ich dann stets Synthetiköl, weil es eine höhere Viskositätsspanne hat als die Mineralöle. Dies fördert die Schmierung und die Maschine springt besser an.

Wer ein nagelneues Motorrad sein eigen nennt, sollte zum Einfahren aber auf jeden Fall erst ein Mineralöl verwenden. So wird der gewünschte Anfangsverschleiß der Zahnräder und Lager vorangetrieben und die Teile stimmen sich besser aufeinander ab. Später kann man dann problemlos auf synthetisches Öl wechseln. Weil die Möglichkeit besteht, dass das neue Synthetiköl alte Ablagerungen des Mineralöls löst, würde ich den nächsten Ölwechsel schon etwas früher machen als normalerweise nötig. Muss man in der Gewährleistungszeit jedoch noch den Inspektionsplan einhalten, sollte man keinen eigenständigen Ölwechsel machen, sondern dafür lieber in die Werkstatt fahren.

Außerdem ist es wichtig, auch den Ölfilter in regelmäßigen Abständen mit zu wechseln, denn der verstopft mit der Zeit ebenfalls und das Öl kann nicht mehr richtig zirkulieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass dadurch auch das alte Öl aus dem Ölfiltergehäuse entfernt wird. Im Grunde reicht es, die vorgegebenen Wechselzeiten einzuhalten, denn zu häufiger Ölwechsel verbessert die Motorleistung auch nicht. Dagegen kann sehr altes Öl dem Motor schaden.
Mit sauberem Öl läuft das Motorrad jedenfalls wie geschmiert!

Ciao


Einspritzanlagen

Autor: admin
30.04.2008

Hallo, ich wollte mal eine Lanze für Motorräder mit Benzineinspritzung brechen. Elektronische Einspritzanlagen sind den meisten von euch ja aus dem PKW-Bereich schon bekannt. Seit Beginn der 1980er Jahre verbreiten sie sich nach und nach auch bei Motorrädern. Der Vorteil liegt im Vergleich zu normalen Vergasersystemen in dem besseren Leistungsgewinn bei gleichzeitig geringerem Benzinverbrauch. Außerdem senkt sich der Schadstoffausstoß bei dieser Technik ebenfalls. Dies ist in Bezug auf die neu eingeführte Abgasuntersuchung bei Motorrädern nicht ganz unwichtig.

Durch elektronische Mess- und Regelungsbauteile ist gewährleitstet, dass nur die auf die jeweilige Situation abgestimmte Benzinmenge ins Saugrohr eingespritzt und mit Luft vermengt wird. Das Kraftstoffkontingent wird automatisch erhöht, wenn die Maschine bei kaltem Motor gestartet oder mehr Gas gegeben werden soll. Die fein dosierte Einspritzung ist auf Sensoren zurückzuführen, die ständig auf Temperaturschwankungen und Luftdruckveränderung reagieren. Aufgrund dieser Messdaten wird die bestmögliche Zusammensetzung des Benzin-Luft-Gemisches kalkuliert und so dauerhaft eine genaueste Kraftstoffzufuhr realisiert. Gemessen werden je nach System die Drehzahl, Temperatur der Ansaugluft, Druck im Ansaugrohr, Umgebungsluftdruck und -temperatur sowie die Drosselklappenstellung.

Die modernen Benzineinspritzanlagen arbeiten zunehmend vielfältiger und exakter als die Vorgängermodelle. Die variablen Chips des On-Board-Zentralrechners lassen sich am PC programmieren. Auf diese Weise kann das Triebwerk in wesentlich kürzerer Zeit neu abgestimmt werden.

Mit heutigen Einspritzsystemen wird zu jeder Zeit ein gleichmäßiger und optimaler Motorenlauf erreicht. Neben der Kraftstoffersparnis können auch die Emissionen reduziert werden, insbesondere, wenn ein geregelter Katalysator mit der Benzineinspritzung kombiniert wird.

Ich fahre schon seit ein paar Jahren ein Einspritzer und möchte auf diesen Komfort nicht mehr verzichten.

Viel Spaß euch allen bei der kommenden Saisson :-)


30.04.2008

Die meisten Motorradfahrer drücken, wenn es die Straßenverhältnisse erlauben, auch gern mal auf die Tube. Das Problem ist nur, wer schnell fährt, muss manchmal auch schnell wieder anhalten. Deshalb ist die Funktionstüchtigkeit der Bremsen immer im Auge zu behalten. Ich kontrolliere regelmäßige die Bremsbeläge und die Bremsflüssigkeit. Abgefahrene Beläge müssen rechtzeitig gewechselt werden, damit sie noch genug Bremskraft übertragen und der Bremsweg nicht zu lang wird. Was vielfach nicht bedacht wird, ist, dass die Bremsflüssigkeit nicht zu alt werden sollte. Oft wird nur nach dem Stand des Fluids im Behälter geguckt und notfalls wieder aufgefüllt. Überalterte Bremsflüssigkeit kann bei extremer Belastung jedoch ihren Dienst ganz versagen. Daher schreibe ich mir das Einfülldatum immer auf, um nach entsprechender Zeit dann einen Komplettaustausch vorzunehmen.

Zur besseren Verdeutlichung will ich hier mal die Funktionsweise von Scheibenbremsen darstellen. Die haben ihren Namen von den an der Radnarbe verschraubten Bremsscheiben. Mit dem Betätigen des Hand- oder Fußbremshebels wird die Kraft hydraulisch über die Flüssigkeit in den Bremsleitungen an die Bremsbeläge weitergegeben. Genauer gesagt, die Hebel aktivieren den Hydraulikkolben im Hauptzylinder, der dann auf die Bremsflüssigkeit einwirkt. Dadurch wird die Kraft an die Kolben in der Bremszange übertragen, wodurch die Bremsbeläge an die Bremsscheibe gepresst werden. Der auf die Scheiben wirkende Druck reduziert die Radbewegung, indem er die Umdrehungsgeschwindigkeit abbremst. Aufgrund des Hydrauliksystems sind sowohl der Verschleiß, als auch die Übertragungskräfte nicht sehr hoch.

Durch den geringen Durchmesser und die Dünne der Scheiben sind sie erheblich leichter als herkömmliche Trommelbremsen. Um diesem Bremssystem auch bei Nässe die nötige Wirkung zu geben, verfügen die Scheiben über Löcher oder Schlitze, durch die die Feuchtigkeit weggedrückt wird. Zudem wird über eine spezielle Materialzusammensetzung der Beläge die Bremsfähigkeit verstärkt. Trotz der ständigen Weiterentwicklung auf diesem Sektor bleibt die eigenverantwortliche und regelmäßige Kontrolle der Beläge und Bremsflüssigkeit dennoch unerlässlich.

Ciao


Reifendruck

Autor: admin
28.04.2008

Salute und erst mal Luft holen, denn mein Thema ist der richtige Druck beim Motorradreifen. Ich habe das Gefühl, dass nicht jeder Fahrer die Gefahren einschätzt, die von falschem Luftdruck ausgehen können. Einige glauben, der richtige Reifendruck ist nur für die Lebensdauer der Reifen wichtig und damit der Abrieb des Gummis nicht zu groß ist. Dass ein falscher Druck aber auch die Stabilität des Gefährts beeinträchtigt und sogar zum Wegrutschen der Maschine führen kann, ist nicht jedem bekannt. Letztlich ist es ja nur der Luftdruck im Reifen, der das gesamte Gewicht des Motorrads und dessen Fahrers tragen muss. Die Hersteller geben den für die jeweiligen Typen passenden Druck vor, damit der Reifen bei normaler Benutzung und Belastung weiterhin seine Form beibehält. Nur so kann die optimale Haftung und Dämpfung erreicht werden.

Fährt man mit zu geringem Reifendruck, ist nicht nur die Abnutzung höher, sondern auch die Motorleistung schwächer, weil die effektivste Umsetzung nicht mehr erfolgen kann. Was aber noch viel schlimmer ist, ist die Überlastung der Reifenkarkasse durch die zu starke Verformung. Eine Überdehnung kann dann zu einem Schaden am Reifen führen und im Extremfall auch einen Unfall verursachen. Ich habe mal beim Fahren gemerkt, dass mein Motorrad zu „schwimmen“ begann und später festgestellt, dass der Druck zu schwach war. Seitdem gehe ich jedem ungewöhnlichen Fahrverhalten sofort auf den Grund.

Ein zu hoher Luftdruck verringert dagegen nicht nur die Bodenhaftung, sondern kann auch zum Platzen des Reifens führen. Weil dann vorwiegend auf dem Mittelprofil gefahren wird, kann dies zu einer einseitigen Überlastung führen. Irgendwann kommt es zu einem Karkassenbruch und ein schwerer Sturz ist unvermeidlich.

Der richtige Reifendruck ist also mitunter lebenswichtig. Problematisch kann es insbesondere bei starker Schräglage in Kurven kommen. Wenn die Haftung durch fehlerhaften Druck nicht optimal ausfällt, kann das Motorrad wegrutschen. Also lieber zu häufig den Reifendruck überprüfen, als zu selten. Es kann ja auch eine Beschädigung am Ventil zu einem schleichenden Druckverlust führen, den man nicht gleich bemerkt.

So, jetzt ist die Luft raus.

Hier noch Informationen bezüglich Neuerungen beim Motorradführerschein.


Neue Lenker

Autor: admin
28.04.2008

Ich grüße euch, werte Motorradlenker, und da bin ich auch schon beim Thema, denn es geht um den Lenker am Motorrad. Viele von euch werden das kennen, da hat man sich ein Motorrad gekauft, alles ist okay, nur der Lenker, der geht so gar nicht. Also kurzer Hand einen neuen, cooleren gekauft, anmontiert und fertig? Von wegen! Was manch einer nicht weiß ist, das Teil muss in die Papiere eingetragen werden. Fährst du mit einem Mopped, das einen nicht eingetragenen Lenker dran hat, dann verliert es seine Betriebserlaubnis. Und das bedeutet, du hast auch keinen Versicherungsschutz mehr. Darum ist es absolut wichtig, zu einem neuen Lenker immer auch ein Teilegutachten anzufordern. Erst damit kannst du beim TÜV den Neuanbau abnehmen lassen.

Gerade, wenn der Lenker gebraucht oder über Auktionen im Internet gekauft wird, sollte immer ein Gutachten dabei sein. Wen nicht, könnte der Lenker auch gestohlen sein und du erwirbst am Ende noch Hehlerware. Second Hand-Lenker sollte man vor dem Anbringen unbedingt genau auf Haarrisse oder sonstige Beschädigungen untersuchen. Vielleicht ist der letzte Besitzer ja damit verunfallt und das Ding hat schon einen Schlag weg. Besonders vorsichtig wäre ich bei gebrauchten, aber neu lackierten oder verchromten Lenkern. Eventuell soll da nur ein Schaden verdeckt werden.

Außerdem muss man beim Anbau immer drauf achten, dass der erforderliche Lenkeinschlag von 30 Grad noch möglich ist. Einige Spezis installieren den Lenker nach der Abnahme wieder in eine andere Stellung um, die dann einen geringeren Schwenkgrad aufweist. Das ist auch nicht sehr schlau. Wenn du nämlich einen Unfall verursachst, weil Du mit dieser unerlaubten Lenkerstellung die Kurve nicht gekriegt hast, bekommst du ordentlich Probleme mit der Polizei und der Versicherung.

Apropos Formalitäten, es gibt Neuigkeiten bezüglich des Motorradführerscheins und hier ein paar Infos von wegen Reifendruck.


Motorradführerschein

Autor: admin
28.04.2008

Hallo (für Motorradfahrer und solche die es werden wollen). Ich möchte an dieser Stelle mal die unterschiedlichen Klassifizierungen beim Motorradführerschein darstellen, weil es ja einige Änderungen im Regelwerk gegeben hat.

Also, angefangen mit den Kleinkrafträdern, die nicht mehr als 50 ccm haben und jetzt nur noch höchstens 45 km/h fahren dürfen. Hier benötigt der Betreiber die Fahrerlaubnis M, das ist die frühere Klasse 4, mit der man damals noch 50km/h schnell sein durfte.

Wer ein so genanntes Leichtkraftrad mit einem Hubraum bis 125 ccm und einer Leistung bis 11 kW fahren will, braucht dazu die Fahrerlaubnis A1. Ist die Bauart allerdings auf eine Höchstgeschwindigkeit von über 80 km/h ausgelegt, so muss der Besitzer der A1-Erlaubnis dann schon über 18 Jahre alt sein.

Mit den neuen Regelungen sind die früheren Klassen 1, 1a, 1b und 4 ersetzt worden durch die jetzigen Klassen A, A1 und M. Die alten Klassen 1 sowie 1a bilden heute nur noch die Klasse A, während die alte Klasse 1b nun der Klasse A1 entspricht. Die bisherige Klasse 4 heißt neu Klasse M. Der Inhaber der Führerscheinklasse A, der noch unter 25 Jahre alt ist, unterliegt der Stufenregelung. Ihm ist in den ersten zwei Jahren nach Erteilung der Fahrerlaubnis nur das Steuern von Motorrädern bis 25 kW erlaubt. Außerdem darf das Verhältnis der Leistung zum Leergewicht nicht über 0,16 kW pro kg betragen.

Ist man schon ein viertel Jahrhundert alt und hatte bisher keinen Motorrad-Schein, dann kann man sofort die unbeschränkte Klasse A absolvieren. Nur die Fahrschul- und die Prüfungsmaschine muss mindestens 44 kW gehabt haben. Hat der Neueinsteiger zunächst nur die beschränkte Version gemacht, muss er nicht noch zwei Jahre warten, um die unbeschränkte Klasse A zu erhalten. Er kann dann die Fahrausbildung und Prüfung auf einer 44 kW-Maschine jederzeit vorziehen und so schneller zur ersehnten Speed-Lizenz kommen.

Gerade für Neueinsteiger, immer schön auf den Reifendruck achten und was man tun muss wenn einem der Lenker nicht gefällt.